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Meyers Konversationslexikon von 1886 schreibt über den Mythos der Eule in der Antike:
"Bei den ... Griechen, namentlich in Athen, galt die Eule als ein der Athene heiliger Vogel und demnach als Verkünderin des Glückes. Sie wurde hier stets neben dieser Schutzgöttin der Stadt abgebildet, und sowohl auf den athenischen als auf den Kolonialmünzen nahm sie ihren Platz neben der Pallas ein. Wegen ihres Aufenthalts an einsamen Orten und ihres Umherschweifens galt sie zugleich als Symbol des tiefen unermüdeten Studiums."

Überdies wird auch das entscheidende Kennzeichen hervorgehoben, das die Eulen vor anderen Vögeln auszeichnet:
"Die Augen sind auffallend groß, nach vorn gerichtet ...".
Es ist faszinierend, den anscheinend verwundert nach vorn blickenden Vogel plötzlich vor sich zu sehen, und die Vorstellung kann entstehen, daß es die Eule sein müßte, wenn es einen Vogel gäbe, der lesen könnte. Deshalb wählte der Verein der Freunde der Königlichen Bibliothek 1914 die auf einem Buch sitzende Eule als sein Wahrzeichen.


Die heutigen Freunde der Staatsbibliothek haben eine neue, zeitgemäße Eule - ganz Augen - als ihr Signet.



Solange es Exlibris gibt, zierte immer wieder einmal eine Eule diese kleinen Kunstwerke, als Allegorie, bei der Lektüre eines Dokumentes, als Wappenvogel oder in einer Landschaft. Einige der Eulen-Exlibris sind hier zusammengestellt worden.
 
Exlibris