Max-Herrmann-Preis 2003 an Prof. Klaus Gerhard Saur

Die Jury des Max-Herrmann-Preises 2003, die aus Antonius Jammers, ehemaligem Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, Steffen Wawra, Direktor der Akademiebibliothek der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Karin von Welck, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder bestand, hat Herrn Professor Dr. h.c. mult. KLAUS GERHARD SAUR zum diesjährigen Preisträger vorgeschlagen.

Prof. Saur ist seit Jahrzehnten als erfolgreicher Verleger von zahlreichen großen Verzeichnissen und Nachschlagewerken, besonders aber auch durch bibliotheksnahe Publikationen, ein enger Partner von Bibliothekaren und Wissenschaftlern. Er hat mit seinen herkömmlichen und digitalen Verlagsprodukten die Informationsbestände der Bibliotheken erheblich bereichert und wichtiges Quellenmaterial allgemein zugänglich gemacht.

Die Staatsbibliothek zu Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek verdanken ihm viel. Beim Institut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin hat er sich als Honorarprofessor lehrend, aber auch als Stifter der K. G. Saur-Bibliothek große Verdienste erworben.

Im Zusammenhang mit dem Datum der Preisverleihung und mit dem persönlichen Schicksal von Max Herrmann ist das ungewöhnliche Engagement des Preisträgers für seine Verlagspublikationen zum Nationalsozialismus hervorzuheben, zu Widerstand, Emigration oder Exil und auch zum Judentum. Oft hat er den Druck wichtiger Werke erst persönlich und finanzierend ermöglicht.


Prof. Klaus Gerhard Saur

Der Preisträger, Prof. Klaus Gerhard Saur (rechts), und der Vorsitzende der Freunde, Volker Kähne (links), beim anschließenden Empfang im Höckersaal der Staatsbibliothek Unter den Linden.